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Wissens- und Beachtenswertes zu Brust-OPs

Zu den möglichen Verfahren bei „Schönheitsoperationen" der Brust gehören:

  • die Bruststraffung (Mastopexie) zum Anheben und Neuformen erschlaffter Brüste,
  • die Brustverkleinerung (Reduktionsplastik), bei der Drüsengewebe entfernt und die Haut gestrafft wird,
  • die Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) mit speziellen Implantaten (Augmentationsplastik).

Zudem lassen sich zusätzliche Korrekturen wie die Verkleinerung eines überdehnten oder zu großen Warzenhofes vornehmen.

Beachten Sie bitte:

Nicht jeder Wunsch nach einem „Traumbusen" kann erfüllt werden. Die natürlichen Anlagen und individuellen Gegebenheiten der Patientin geben den Rahmen des Möglichen vor und im persönlichen Gespräch mit dem erfahrenen Behandler wird darauf eingegangen.

Manche Größenvorstellung übertrifft schlichtweg die existierenden Weichteilverhältnisse und wäre ohne Gewebeüberdehnung und nachteilige Langzeiteffekte nicht (seriös) machbar. Grundsätzlich sollte daher jede Frau vorher selbstkritisch prüfen, ob der Wunsch nach einer anderen Brust eventuell vom Partner oder von Dritten maßgeblich geprägt wird. In diesen Fällen ist von einer OP abzuraten. Steht hingegen wirklich der eigene Wunsch nach mehr Attraktivität im Vordergrund, dann ist aus psychologischer Sicht nichts gegen eine Brust-OP einzuwenden.

Keine weibliche Brust gleicht der anderen. Deshalb müssen viele Fragen vorab im Beratungsgespräch mit dem Arzt geklärt werden. Dazu gehört die Frage nach dem geeigneten Implantat, das schließlich den Vorstellungen der späteren Trägerin entsprechen soll, aber auch die Operationstechnik (Einsatz des Implantats über oder unter dem Brustmuskel), die Schnitttechnik und die daraus resultierenden Narben sowie die Risiken der Operation.

Ein oder zwei Vorgespräche vor der Planung eines Eingriffs sollten in jedem Fall stattfinden.

Insbesondere bei der Brustvergrößerung stehen eine Fülle von Schnitttechniken zur Verfügung: Man unterscheidet den operativen Zugang durch die Achselhöhle, die Brustumschlagfalte sowie verschiedene Schnitttechniken im und um den Brustwarzenhof herum.

Implantate und Lebensdauer

Bei den modernen Implantaten differenziert man grob in Kohäsivgel-Implantate, die langkettige, hochvernetzte Silikonmoleküle enthalten und als besonders formsicher gelten, und flüssiggefüllte Brustimplantate. Welches Brustimplantat bei der gewünschten Brust-OP nötig oder empfehlenswert ist, darüber berät der Arzt. Dies ist u.a. abhängig von der individuellen Brust-Beschaffenheit und den Wünschen, die seitens der Patientin bestehen.
Moderne Kohäsivgel-Implantate (mit hochvernetztem Silikon) müssen, so lange keine Beschwerden auftreten, nicht ausgetauscht werden, ältere Fabrikate nach etwa zehn Jahren. Generell ist der Zustand der Brustimplantate nach 10-15 Jahren zu überprüfen. Geeignete Verfahren sind Ultraschall und Kernspintomographie. Bei älteren Kissen sollte im jährlichen Abstand eine Ultraschall-Untersuchung stattfinden.

Risiken einer Brustkorrektur

  • Zu den unerwünschten Ereignissen infolge einer Brustoperation gehören Nachblutungen und Blutergüsse, bakterielle Entzündungen und verrutschte Implantate.
  • Langfristig besteht das Risiko der Implantatverhärtung (Kapselfibrose).
  • Manchmal kann die Wundheilung gestört sein, sodass das spätere Narbenbild beeinträchtigt ist.
  • All diese Komplikationen können eine weitere Operation erforderlich machen und gegebenenfalls auch dazu führen, dass eingesetzte Implantate wieder entfernt werden müssen.

Wissenswertes zum Thema Brustkrebs

Kritisch sollte eine Brustvergrößerung bei Frauen gesehen werden, die mit einem hohen familiären Brustkrebsrisiko leben. Denn jedes Brustimplantat kann unter Umständen die bildgebende Kontrolle durch die Mammographie in der Vorsorge beeinträchtigen oder erschweren. Glücklicherweise stehen heutzutage neben den röntgenologischen auch vermehrt exzellente ultraschallbasierte Diagnostika zur Verfügung.

Dasselbe gilt für Brustkrebs-Patientinnen, die sich in einer brusterhaltenden Therapie befinden, da sich das Verkapselungsrisiko des Implantats nach einer Bestrahlung der Brust deutlich erhöht.

Wissenswertes zum Thema Schwangerschaft

Frauen mit Kinderwunsch sollten bedenken, dass eine nachfolgende Schwangerschaft das Ergebnis der Brust-OP beeinträchtigen kann. In Ausnahmefällen, etwa bei Brustverkleinerungen, kann auch die Stillfähigkeit eingeschränkt oder nicht mehr gegeben sein.